Zum Thema Tod


Darf man als junger Mensch über das Thema Sterben, Tod und das danach nachdenken? Das Thema ist ja nun alltäglich. Überall heißt es, dass gerade so und so viele Leute gestorben sind – somit wäre Ignoranz der falsche Ansatz. Deshalb greife ich das Thema „Tod“ mal auf und schreibe meine Gedanken dazu auf um vielleicht auch andere damit in Berührung zu bringen, sich ein wenig damit auseinander zusetzen.

Seit einigen Jahren bin ich zum Buddhismus… konvertiert wäre der falsche Ausdruck. Ich war ja nie wirklich Christ. Zwar wurde ich getauft und bin auch, zumindest als Kind, oft in die Kirche gegangen, aber hatte nie wirklich Bezug zum Christentum. Es war für mich einfach nichts für mich.

Der Buddhismus bringt natürlich auch den Vorteil der Wiedergeburt mit sich, was aber nicht als Grund für diese Glaubensrichtung gelten soll. Dennoch gibt mir das eine andere Perspektive auf das Leben und das danach.

Wenn man Leute fragt, was sie mit Tod verbinden, ist es meist der Verlust und die Trauer um einen geliebten Menschen. Ich sehe es als Neunanfang, eine zweite Chance etwas besser zu machen – nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das der anderen.
Doch wie ist es, wenn man nicht akzeptiert, dass sein altes Leben schon vorbei sein soll? Hier empfehle ich den Anime (ja Anime) „Angel Beats“.
Er greift genau die Thematik von jugendlichen auf, die aus dem Leben gerissen wurden und noch so viel vorhatten. Sie hassen Gott dafür, dass sie ein schreckliches Leben geführt haben und dann auf einmal tot sein sollen. Der Hass lässt sie vergessen, was sie schönes im Leben geleistet und erlebt haben.

Bis zur Erkenntnis, dass nicht alles schlimm war und der Akzeptanz des Tot seins, kann es ein langer Weg sein. Das gleiche greift „The Legend of Zelda – Majoras Mask“ auf.

Angst, Verzweiflung, Wut, Akzeptanz.
Haben wir wirklich Angst vorm Tod oder eher von den schmerzen beim Sterben oder vom Verlust?
Verzweiflung kommt auf, weil man nicht verhindern kann, dass es passiert.
Und wütend sind wir auf das, was wir nicht mehr erreichen können.
Wer aber akzeptiert, dass er sterben wird, kann die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen.

Mir wurde Zeit geschenkt, vielleicht sogar aus einem vorherigen Leben. Was ich damit anfange, liegt allein bei mir. Wenn ich hier nicht glücklich werden kann, gehe ich woanders hin. Wenn ich nicht meinen Seelenpartner finde, suche ich weiter, bis ich ihn gefunden habe. Wenn ich Angst habe, überwinde ich meine Ängste. All das bestimme ich. Keine Ausreden!

Ich will am Ende mit einem Lächeln sagen können: Es war genug.
Auch wenn ich im nächsten Leben genauso wenig weis, was ich im vorherigen Leben getan habe… so weis ich, dass ich gelebt habe. Wie und was ich getan habe, spielt keine Rolle. Es zählt das jetzt.

Wenn ich hier und jetzt jemanden das Leben verschönern kann und sei es nur durch ein Lächeln, dann reicht mir das aus. Auch wenn das manchmal bedeutet, selbst unglücklich zu sein, so freut es mich den anderen glücklich zu sehen. Braucht es wirklich mehr im Leben um nicht Angst vorm Tod zu haben?

So, das sind meine unformatierten und zusammengewürfelten Gedanken dazu. Ihr könnt ja schreiben, was ihr vom Thema haltet. Würde mich interessieren.

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